VINN personalises the digital travellers' journey

Digitalisierung & digitale Transformation, was bedeutet das eigentlich?

Wer Aussagen von Politik und Verbänden verfolgt, Tages- oder Fachpresse liest oder Messen und Veranstaltungen besucht, dem begegnet seit Jahren immer wieder ein Thema – dem schleichenden Prozess der Veränderung von Unternehmens- und Lebenswelt durch digitale Produkte. Dabei wird sehr oft der eigentlich unzutreffende Begriff „Digitalisierung“ verwendet. Unzutreffend, weil wir ja bereits seit Jahren digitalisiert sind, die eigene Webseite oder die E-Mail-Kommunikation sind Normalität. Unternehmen werden zudem immer stärker durch Software gesteuert oder unterstützt. Es wäre treffender und präziser, von digitaler Transformation zu sprechen, denn es geht um die Umwandlung analoger Werte in digitale Formate. Vereinfacht ausgedrückt, werden bei dieser Transformation Geräte miteinander vernetzt und die dahinter liegenden Prozesse digitalisiert. Doch je nach Branche lautet die Bezeichnung anders.

Industrie als Vorreiter der Entwicklung

In der Industrie hat sich etwa die Bezeichnung Industrie 4.0 durchgesetzt.  Hier wird die digitale Transformation dazu verwendet, mit der Vernetzung von Maschinen im Unternehmen oder mit Kunden und Lieferanten vorhandene Prozesskosten zu senken, neue Geschäftsfelder zu entwickeln und Einnahmen zu steigern. So liefert der Kunde die relevanten Informationen direkt an die Maschine oder der Hersteller erhält von „seinem“ Aufzug eine Nachricht, dass ein Ersatzteil eingebaut werden muss, während das smarte Garagentor das Auto „erkennt“ und sich automatisch öffnet. Die Digitalisierung, das wird anhand dieser Beispiele deutlich, ist ein radikaler Einschnitt in unsere Lebens- und Arbeitswelt. Dementsprechend wird oftmals von Disruption gesprochen. Vielleicht ist die Digitalisierung mit der Elektrifizierung vergleichbar, hat diese unseren Alltag und Arbeitswelt doch ebenfalls einst fundamental gewandelt. Beim Tempo der Disruption unterscheidet sich die Digitalisierung jedoch erheblich von allen bisherigen Veränderungen: Digitale Produkte und Lösungen tauchen oft über Nacht auf, erfordern weder großes Kapital noch besonderes Know-how in einer Branche. Stattdessen reicht ein Business Modell, das sich bereits an anderer Stelle bewährt hat und ein neuer Marktteilnehmer liefert ein digitales Produkt aus, das eine ganze Branche auf den Kopf stellt. Von diesem Zeitpunkt sinkt die Bedeutung physischer Produkte – es ist die Idee, die Plattform, die zählt.

Die Erwartungen des Gastes lenken die Entwicklung

Während bei den Medien Anbieter wie Spotify oder Netflix Musik- und Filmbranche verändern, setzen Plattformen wie booking.com oder Airbnb die Hotellerie schon seit Jahren unter Druck. Sie nennen (noch) kein einziges Hotel ihr eigen, vermieten kein Zimmer selbst, verändern aber radikal das Verhalten aller Beteiligten. Und die Gäste sind in der Regel Treiber der Entwicklung. Schließlich kennen sie smarte Lösungen, die komfortabel und einfach ihr privates Umfeld prägen – das Licht, die Rollläden oder die Steckdose, alles kann zuhause oder per App bequem gesteuert werden. Daraus entwickelt sich eine Erwartungshaltung, smarte Lösungen und ihren Komfort überall vorzufinden. Für die Hotellerie bedeutet das etwa: Gebucht und bewertet wird das Zimmer auf booking.com, die Anreise übernimmt Google Maps, den Städtetrip gestaltet CityMaps2go und auf TripAdvisor wird das Restaurant ausgewählt. Dabei ist das Hotel jedoch außen vor! Daher ist es eine (überlebens-) wichtige Aufgabe der Hotellerie, sich der Herausforderung zu stellen und smarte Lösungen an den Start zu bringen, die Zeit zwischen An- und Abreise im eigenen Hause digital zu begleiten und so das Erlebnis für den Gast signifikat zu verbessern. Im Ergebnis steht eine neuartige Kundenbindung, während gleichzeitig das eigene Angebot bestmöglich präsentiert wird. Übrigens: bereits im Oktober 2017 stellte ich dazu die Frage: Hotellerie ohne Digital-Strategie – quo vadis? Jetzt schreiben wir das 2019 und die generellen Fragen haben sich nicht verändert.

Thomas Alva Edison hat einmal festgestellt, Genie sei „1 Prozent Inspiration und 99 Prozent Transpiration“. Was das Ärmel hochkrempeln und machen für die Digitalisierung der Hotellerie bedeutet, welche Wege und Lösungen es gibt, welche Ziele mit dem richtigen Partner erreicht werden können oder gar sollten, das möchten wir Ihnen mit unserer VINN-Blogserie vermitteln.

Lesen Sie im nächsten Beitrag, auf welche Lösungen die Hotellerie bereits setzt und welche Möglichkeiten zur Verbesserung der eigenen Services zur Verfügung stehen.

Ihr Frank Gerhardt
Geschäftsführer VINN

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